Brauchwasser-Wärmepumpen

Wichtig vorab: Ob Warmwasser- oder Brauchwasserwärmepumpe – gemeint ist dasselbe Gerät. Wir erklären Ihnen ehrlich und praxisnah, warum diese Technik der ideale Einstieg in die Sanierung ist und wie Sie damit Ihren Keller clever nutzen.

Das ist im Prinzip ein Warmwasserspeicher, auf dem oben eine kleine Wärmepumpe sitzt. Sie zieht die warme Luft aus dem Raum (z.B. dem Keller), entzieht ihr die Energie und heizt damit das Dusch- und Trinkwasser im Speicher auf. Mit der normalen Raumheizung hat sie nichts zu tun.

Wenn Sie nur einen Teil sanieren möchten, ist das ein genialer erster Schritt. Wenn später die alte Gas- oder Ölheizung kaputtgeht, müssen Sie sich um das Warmwasser schon keine Gedanken mehr machen. Das entschlackt den zukünftigen Heizungstausch enorm.

Absolut. Wenn Ihre Gasheizung einen separaten, nebenstehenden Wasserspeicher hat, kann man diesen einfach abklemmen und durch die Brauchwasserwärmepumpe ersetzen. So bleibt der Gaskessel im Sommer komplett aus und Sie sparen massiv fossile Brennstoffe.

Das ist das perfekte Duo. Die Brauchwasserwärmepumpe benötigt pauschal relativ wenig Strom (oft nur 400 bis 600 Watt im Betrieb). Dieser geringe Bedarf kann von einer PV-Anlage hervorragend gedeckt werden, sodass Ihr Warmwasser oft quasi kostenlos erzeugt wird.

Ja, in der Regel schon. Weil der Strombedarf der Pumpe so gering ist, reicht oft auch die schwächere Sonnenstrahlung im Frühling oder Herbst völlig aus, um das Wasser tagsüber aufzuheizen und für den Abend zu speichern.

Die Pumpe saugt die Raumluft an, entzieht ihr die Wärme und bläst kalte Luft wieder aus. Der Raum wird dadurch spürbar kühler (ca. 2 bis 4 Grad). Viel wichtiger aber: Sie entzieht der Luft die Feuchtigkeit. Der Keller wird also trocken – ideal für alte Gebäude!

Am besten dort, wo Abwärme oder Feuchtigkeit entsteht. Ein klassischer Heizungskeller (wo der alte Kessel Wärme abstrahlt) oder ein Waschraum (wo Trockner und Waschmaschine feuchte, warme Luft abgeben) sind die perfekten Umgebungen für die höchste Effizienz.

Es wird kühler, aber nicht eisig. Wenn der Kellerraum extrem klein ist, kann man die Abluft (die kalte Luft) auch über ein einfaches Rohr nach draußen oder in einen ungenutzten Nebenraum pusten lassen, damit der Aufstellraum nicht zu stark auskühlt.

Nicht zwingend. Die meisten Geräte können im reinen „Umluftbetrieb“ laufen (sie nutzen nur die Luft aus dem Keller). Nur wenn der Keller sehr klein oder zu kalt ist, macht es Sinn, Zu- und Abluftrohre nach draußen zu verlegen.

Es gibt verschiedene Liter-Größen (meist 200 bis 300 Liter) und unterschiedliche Bauhöhen, falls Ihr Keller eine niedrige Decke hat. Eine grobe Faustregel: Man rechnet mit ca. 40 bis 50 Litern Speichervolumen pro Person im Haushalt.

Ja! Wenn Sie das Gerät an Ihre bestehende Gas- oder Ölheizung anschließen wollen, brauchen Sie ein Modell mit einem zusätzlichen Rohrwendel (Wärmetauscher) im Speicher. So kann im tiefsten Winter auch die alte Heizung das Wasser mit aufwärmen.

Die meisten modernen Geräte verfügen über ein „SG-Ready“ Label oder eigene Smart-Steuerungen. Das bedeutet, Ihr Wechselrichter der PV-Anlage kann der Wärmepumpe das Signal geben: „Die Sonne scheint, heiz das Wasser jetzt auf Maximaltemperatur!“

Sie brummt in etwa so laut wie ein moderner Kühlschrank oder eine Gefriertruhe (ca. 45 bis 55 Dezibel). Da sie meist im Keller steht, ist sie in den Wohnräumen darüber in der Regel absolut nicht zu hören.

Über die reine Wärmepumpe werden meist 55 bis 60 °C erreicht (was hocheffizient ist). Fast alle Geräte haben aber einen integrierten elektrischen Heizstab, der das Wasser bei Bedarf (z. B. für die Legionellen-Schaltung) auf bis zu 65 °C erhitzen kann.

Ja, alle namhaften Anbieter haben automatische Anti-Legionellen-Programme einprogrammiert. Das Wasser wird dann in regelmäßigen Abständen (meist über den elektrischen Heizstab) hoch erhitzt, um Bakterien zuverlässig abzutöten.

Sehr gering. Der Kältekreis ist komplett geschlossen (wie beim Kühlschrank) und wartungsfrei. Wichtig ist lediglich, ab und zu den Staubfilter für die Luftansaugung zu reinigen und (je nach Wasserhärte) regelmäßig die Schutzanode (Opferanode) im Speicher zu prüfen.

Ja, eine Wärmepumpe heizt langsamer und schonender als eine Gasflamme. Wenn der 300-Liter-Speicher komplett leergeduscht ist, kann es ein paar Stunden dauern, bis er wieder voll durchgewärmt ist. Bei richtiger Größenauslegung merken Sie davon im Alltag aber nichts.

Das ist eine reine Frage der Speichergröße. Wenn Sie große Regenduschen haben oder oft die Badewanne füllen, sollten Sie sich eher für das 300-Liter-Modell (statt 200 Liter) entscheiden, um immer genügend Puffer zu haben.

Stand heute ist die separate Förderung reiner Brauchwasserwärmepumpen oft ein Flickenteppich oder an komplexere Heizungs-Konzepte gekoppelt. Da das Gerät an sich aber verhältnismäßig günstig ist (ca. 2.000 bis 3.000 Euro Material), rechnet es sich durch die Gaseinsparung meist auch ohne hohe Zuschüsse.

Bei sehr hartem (kalkhaltigem) Wasser kann der Wärmetauscher im Speicher schneller verkalken. Da Wärmepumpen das Wasser aber oft nur auf materialschonende 50–55 °C erwärmen (Kalk fällt meist erst bei höheren Temperaturen massiv aus), ist das Risiko oft geringer als bei alten Gaskesseln.

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